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Sonntag, 3. Juni 2012

Da Stoi ---- der Widder pumpt

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So, nun nach den beiden großen WE kommt wieder eine Phase, in der wir in Stall und Wald einige Projekte abschließen oder feinabstimmen oder auch neu beginnen können.
Vom "Groumillner" haben wir gestern auch das nächste gekröpfte Ausdreheisen aus Spezialstahl erhalten - er hat es sich wieder einmal nicht zahlen lassen - also müssen wir bald mal unsere Querholzdrehbank austarieren und die Schwachstellen beseitigen.
Die Langholzdrehbank ist stimmig und es hat ja alles gut geklappt. Beim ElternWE werden wir dann daran bereits die ersten Workshops durchführen und schauen wie weit die Fascination trägt.

Das Schleifen der Stähle mit der Tornek hat neben den passablen Drechselergebnissen vor allem eines bewirkt, dass ich bereits am ersten Einsatz meine - eigentlich stabile - Werkzeugrolle kräftig durchgeschnitten habe. Also die Eisen sind wirklich scharf, Unebenheiten an den Objekten sind also nur auf mein Unvermögen zurückzuführen. Um den Ganzen entgegenzuwirken hat Mathias mir den Vorschlag gemacht einen stabilen Werkzeugkoffer zu machen. Eigentlich wollte ich die Gelegenheit nutzen um dabei selber mal die Schwalbenschwanzverbindungen zu lernen aber Pustekuchen, der Herr möchte dies selber mache und traut mir die Genauigkeit nicht zu, was  aber auch einen gewissen Wahrheitsgehalt hat.
Es soll ein Koffer mit drei Ebenen werden in dem sowohl die Drechseleisen als auch die Schnitzmesser Platz finden werden. Mal schauen, wie´s werden wird.




Der Widdereinlauf mit deutlich sichtbaren Rückschlagwellen und Trittsteinen
Der Hauptpunkt an diesem Wochenende aber war es den Widder endlich auszuprobieren und die entsprechenden "Stellschrauben" einzujustieren. Vor dem ersten Einsatz war es aber notwendig die Bachverbauung zu erweitern und so sind wir wieder mal mit der Bulldog und der Erdschaufel auf Steinesuche gefahren und mit drei Ladungen Findlingen konnten wir sowohl den Bach etwas höher anstauen als auch Trittsteine im Bach verlegen, so dass eine passable Arbeitsstellung am Widder überhaupt erst möglich war. Vorher gings entweder mit Stiefeln im Wasser oder aber, auf dem Bauch liegend, vom Uferrand aus allerdingsbei den großen Ameisen.

Der Junitrieb setzt ein
 





Nun ist Hollungerblütezeit UND Sichtschutz am Reitplatz











Der Widder lief dann, gut abgestimmt, von 1000 Uhr durchgehend bis ca 1600Uhr und lief dann auf eine Höchstform von 3 Litern pro Minute auf. das heißt er würde den Wasserinhalt des großen Wassergrandes locker einmal am Tag ümwälzen.  Warum er spätnachmittags dann einfach stehen geblieben ist, wissen wir noch nicht aber die Mechanik ist natürlich anfällig für Verschmutzungen und wenn man ihn ein zweimal am Tag einen Schubs geben muss ist es auch nicht problematisch, Hauptsache wir haben einen annähernd andauernden Frischwasserkreislauf, damit sich weder die Mücken noch eine Veralgung des Beckens zeigen können.

Rücklauf zurück zum Bach

Der Widder ist gebaut aus einem alten Kompressorenkessel und ein paar Rohr und Rudnstahlabschnitten. Die Abdichtung des Rückschlagsventils im Kessel ist aus dem Leder von einem alten Knobelbecher, das war das stabilste Leder, dessen wir habhaft werden konnten. Der Rückschlag selber wird ohne Abdichtung nur Eisen auf Eisen bewirkt. Der Hub kann mit einer kleinen Stellschraube eingestellt werden und im Moment ist ein eher etwas kleinerer Hub die optimale Einstellung, da sonst zu schnell zu viel Wasser aus dem Zulauf fließt und der Schlag sich dann langsam totläuft. Die Rückstellung erfolgt ausschließlich durch das Eigengewicht des Hubkolbens. Die so anfällige Feder des Prototypens haben wir auf diese Weise weglassen können. Also:  der gesichterte Wasserzulauf über ein Filternetz ist die erste Grundvoraussetzung, dass der Betrieb läuft. Inwieweit die beweglichen Teile eine Abnützung erfahren, muss sich erst noch herausstellen aber auf jeden Fall haben wir eine Hubhöhe von ca. 3 Metern mit einer Minutenlistung von bis jetzt maximal 3 Litern erreicht.
der Widder im Einsatz
das Ergebnis





















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