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Sonntag, 13. Juli 2014

Elternwochenende 2014 ----- ein Großkampftag

Elternwochenende Juli 2014



Fangen wir diesmal einfach mal mit einem Rätselbild an:

welche Situation ist hier dargestellt?


1. Möglichkeit: Als endlich alle Gruppen ihre Werkzeuge hatten, eingewiesen waren, die Mosaiker ihren Kleber, ihre Steinchen, die Untergründe und viele gute Ratschläge, die Wippdrehbank einjustiert und die Rohlinge hergerichtet waren, die Stellagen für die Maler runter und die Hölzer für die Abschnitte rauf, der Hänger in die Einfahrt, der Bulldog hinter den Misthaufen und der Unimog nach draußen gefahren war, die Langpaletten auf die Arbeitsböcke gewuchtet und die Biergarnituren herumgewuchtet waren und dann wieder zu den Mosaikern und dazwischen noch die beiden Omas und wieder der Unimog und dann wieder der Hänger und dann die Sonne und der Schatten und der Termin mit der Frau vom Stadtmarketing mit Mann und Kind und dann noch die Pferde und die Kinder, einfach mal kurz die Augen zumachen



2. Möglichkeit 
wir haben alljährlich ein klitzekleines Problem im Stall und da gilt es gut nachzudenken ob ich nicht in diesem Jahr eine Lösung finden könnte. Habe ich also hier in Wirklichkeit gar nicht geschlafen sondern mich bemüht eine Lösung für eine sehr komplexe Aufgabe zu finden?

Problemstellung:  Irgendwann beim Frühstück legen wir den Zeitpunkt fürs Abendessen fest und wie immer kommt dann der Zeitpunkt näher und bei allen Workshops wird noch fleißig und emsig und zunehmend hektisch gearbeitet. Keiner will aber so einfach aufhören und vor allem will niemand ungeduscht beim Abendessen erscheinen.

Problemsteigerung: Wir haben nur eine Dusche und trotzdem wird weitergewerkelt und niemand will aufhören und jeder schwitzt und tut  und redet davon sich gleich duschen zu wollen.

Die Probleme überhäufen sich: Das Essen kommt

Und nun die Lösung - ich kann versprechen es klappt.
Es wird niemand für möglich halten, wie schnell 10 - 15 Personen duschen können wenn - ja wenn 

man einfach den Boiler ausschaltet und das Wasser kalt läßt !!!!

Schneller als ich das Essen vom Italiener holen konnte waren alle Teilnehmer geschneutzt und gekampelt beim Essen versammelt und nur eine scheue Nachfrage ist gekommen, ob vielleicht die Sicherung herausgefallen(!) sei. - war sie - so was Blödes aber auch.

Also was mache ich hier: Lösung....... ich denke nach(!)

wollte ich nur mal gesagt haben


 in dieser Stellung fallen mir immer die besten Lösungen ein:
Trotzdem stellt sich hier die Frage: geht man so mit seinem "Reiseleiter" um und fotografiert ihn so in solch einer kompromittierenden Stellung zum Gaudium aller jüngeren Teilnehmer?
Aber nun der Reihe nach, Freitag Anreise zieht sich, wie immer, was für die bereits anwesende Fleischfraktion immer einen besonders großen Zuschlag an Grillfleisch ergibt, also - kann so bleiben. Auf die Feuerjurte haben wir an diesem Abend wegen des stürmischen und gewittrigen Wetters verzichtet und bleiben lieber im Wintergarten - eingeheizt - beim gemütlichen Ratsch sitzen.
Samstags früh dann das große Frühstück, nicht, dass da keine Männer dabei gewesen wären, aber irgendwie sind die noch nicht aufgestanden gewesen, augenscheinlich oder warum auch immer....



Zuerst mit dem Zugmesser und der Schnitzaxt und dann an die Wippdrehbank, es zieht sich bis aus einem Holzkeil ein Nudelholz wird, wenn man das zum ersten Mal macht....


Über all den fleißigen Händen schwebte ein Trompetenklang, Wolfgang hatte die gute Idee sein Instrument mitzubringen und spielte im Schatten zum Vergnügen aller "Arbeiter"

als da waren:
Mosaiker auf Styrodurplatten, NANAs  entweder als Tischplatten oder als Wandschmuck.
















Während unsere Frauen sich zumeist mit "Dekorations"objekten beschäftigten, von dem einen Nudelholz mal abgesehen, werkelten unsere Männer eher an nützlichen Dingen.
Die Pfadis hatten den Wunsch nach passgenau abgewinkelten Langpaletten, um ihre Töpfe und Teile der Nahrungsmittel etwas hygienischer im Küchenzelt ablegen zu können. Das war Ludwigs Job....4 Stück 165 lang mit 75 Grad Gehrung können wir jetzt dem Küchenteam zur Verfügung stellen. Michael machte sich dran Teile für den Unimogaufbau zurechtzuschneiden und Jens und Wolfgang schnitten die diversen Leisten für Schwedenstühle zurecht.... so solls sein.

Vorbereitung für die Lagerküche

















Trotzdem gabs viele schöne Ergebnisse der Frauen zu bewundern.
Zusammen  mit Lisa, an die wir heuer den Wunsch nach solch einem Workshop herangetragen hatten, fertigte deren Gruppe aus Naturmaterialien, Kleber und Farbe noch am Vormittag sehr schöne Kollagen.























Dann war zuerst das Essen angesagt, kalte Küche mit Kuchen und Salaten.

 
Die fällige Mittagspause wurde erneut durch unsere Musikanten, diemal verstärkt durch Tanjas Klarinette verschönt. Fast eine Stunde lang spielten beide "auf der Gred" vor der Werkstatt im Duett. Solch schwebende Klänge, die man, auf dem Gelände verteilt, überall warnehmen kann, erzeugen eine ganz besondere Stimmung. Vielen Dank an die beiden Künstler, es war beeindruckend und das sollten wir fest ins Programm aufnehmen.

so schaun die Ringe aus






Nachmittags merkten dann zuerst die Mosaikmädels, dass das Ganze ein langwieriges Geschäft ist und die anderen machten sich an Zierfingerringe und an ein "Piratenschiff" oder eher an eine "Piratenboje", und dann gings auch schon los in Richtung Abendprogramm.






Aller Anfang ist schwer


 Versuchsweise wurden ganze Batterien von bunten Flaschen - nicht geköpft sondern umgekehrt entbodent - zerstört, weil das Brechen von Glasflaschen etwas zufällig ist.
Trotzdem diese filigranen Schönheiten schauen toll aus, vor allem natürlich Nachts, wenn die Kerzen wirken,


Feuerjurtenaufbau - Salatbüffet erstellen -  Blitzduschen s.o. - Abendessen und dann die abschließende Lagerfeuerrunde in der Feuerjurte.







Abschließend muß man feststellen: die Mischung machts, dies könnte sowohl als Beschreibung des Ablaufes als auch als Resümee` stehen bleiben.
Die Mischung der Aufgaben, die sowohl ganz praktische Dinge als auch Schmuck und Dekoartikel umfasst.
Diese Auswahl, die bewusst für Männer und Frauen je nach Lust und Laune ausgelegt ist.
Die Offenheit mitzumachen oder einfach mal für ein paar Stunden die Seele am Bach baumeln lassen und den Geräuschen der Natur zuzuhören.
relaxen im Kinogestühl


Nach der Feuerjurtennacht - Gerüchte sprechen davon, dass die letzten um 4.30 noch am Lagerfeuer saßen - war dann wie immer ein laaaanges Frühstück angesagt. Da es im Laufe der Nacht dann noch heftig geregnet hatte, wurde die Feuerjurte zum Tocknen in die Holzwerkstatt verfrachtet und nach dem Aufräumen gings nach Cham.
Timo Bullemer, der Chamer Stadtarchivar hielt zufällig an diesem Tag eine seiner seltenen Führungen und so konnten wir uns bei ihm im wunderschön gelegenen alten jüdischen Friedhof - von einer hohen Mauer umgeben und ausserhalb der Stadt ganz alleine auf der Spitze eines Hügels gelegen - zu einer längeren Führung und Vortrag anschließen.

Anschließend stellten wir uns noch zum obligatorischen Gruppenbild auf und jeder fuhr in eine andere Richtung, dem Endspiel der WM entgegen aber nach solch einem Wochenende konnte eigentlich so wie so nichts mehr schief gehen.



Sonntag Nachmittag, Abschluss des Wochenendes; hier außerhalb des jüdischen Friedhofes bei Cham nach der Führung durch den Stadtarchivar.


Natürlich haben wir auch an meinen beiden Lieblingsobjekten weitergebaut, wobei es hier vor allem Matthias war, der sich hervortat und bei der Renovierung durchsetzte. Ich durfte gerade mal noch die Farben bestimmen.



heute nur ein paar Bilder der nächsten Schritte






gut schaut er aus
nur zum Vergleich, es ist schon ein Unterschied, Matthias hat hier toll was fertiggebracht

die zwei neuen im Unterstand

 Am Ende nun in lockerer Folge noch ein paar Bilder der gebastelten Ergebnisse, die Bilder stammen teilweise von mir und teilweise von Michael und Katja.







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