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Montag, 13. Oktober 2014

Hanghühner und Flachlandtiroler in der Wachau - Uhus on Tour



Ein Wochenende mit Hanghühnern und Flachlandtirolern

Eile mit Weile nahmen wir uns vor, vor allem wenn schon vorher die Navis in der Terra incognita versagten und die Reiseleiter Streckenlängen prognostizierten, die von 14 bis 19 km reichten. Das war aber erst der Anfang, ein Weltkulturerbewanderweg sollte es sein, weil er sich durch liebliche und bereits mehr als 1000 Jahre alte WeinBERGE schlängelte. Und da war nun das Schicksalswort: BERGE, WEINBERGE. Wer jemals Lurchi´s Abenteuer im Weinberg gelesen hat - für die Jüngeren unter der Wandergruppe: das war der Komikfeuersalamander der SALAMANDER Schuhmarke, eine Pflichtlektüre der ca. um 1953 Geborenen, – vor allem die frühen Erstausgaben -  ich könnte hier noch längere Passagen der Knüppelendreimbildunterschriften auswendig vortragen  - weiß, was man sich unter einem Weinberg vorzustellen hat: Treppen, endlose Treppen rauf und wieder runter und wieder rauf. Lurchis Methode, dort mit einem Hubschrauber zu arbeiten, verbat sich angesichts der sportiven Grundstimmung der Teilnehmer. Auch nach mehrmaligem Nachfragen wollten die Reiseleiter nicht mit der Gesamtsumme der zu bewältigenden Höhenmeter herausrücken. Immer wenn ich etwas Näheres erfahren wollte, kam nur der Hinweis auf die Buschenschenken.

Nun ja, Weltkulturweinbergwanderweg war ja erst am Samstag, Freitag war Buschenschenke und Steffi hat uns eine herrlich ruhig am Hang gelegene Schenke ausgesucht, doch zuerst einmal der Reihe nach.

Also, Anfahrt zur Wachau:  das ist zuerst einmal weiter als man denkt, so Gefühlte: das liegt doch gleich hinter Passau ist nicht, Krems ist von Sinzing genau so weit entfernt wie Wien, nur ein wenig abgelegener, also nach links, wenn man von oben kommt, natürlich, sonst wärs ja rechts. Obwohl rechts geht’s raus von der Autobahn und dann erst rüber nach links. Wir wollten uns zuerst mal Krems anschauen und bereits bei der Hinfahrt zeigte Wolfgang uns seine virtuosen Kenntnisse mit den Iphone Apps und erstellte eine Wachau-Wandergruppe. Kurz hintereinander trafen dann auch schon die Rückmeldungen der Mitwanderer ein und so sahen wir – selber gerade auf Höhe Deggendorf – Jens schon im Eilverfahren die Grenze überschreiten, während Achim und Maria sich gerade noch zum Frühstück aufrafften und Ullrich sich beklagte, dass er zuerst noch den Abwasch zu machen hätte.
 
Kaffeetrinken am Donaustrand
Nun konnten wir uns gegenseitig im Minutentakt die wichtigsten Neuigkeiten und Befindlichkeiten mitteilen und, nachdem mir auf einem Klovorraum auf einer Raststätte auf der Linzer Autobahn dann noch ein paar Damen einer Kötztinger Sängergruppe zur Begrüßung um den Hals gefallen waren und Wolfgang seine diversen Proviantapfelbutzen bei voller Fahrt durchs Autofester entsorgt hatte, kamen wir nach Krems. Whats App sei Dank waren wir und die zweite Gruppe mit Jens/Jutta/Michael und Steffi  gerade einmal 100 m auseinander und so konnte unser gemeinsamer Stadtbummel beginnen – nach einem üppigen und unterhaltsamen Mittagsessen. In der Altstadt zweigte Jens noch kurz zu einem Friseur ab und wir marschierten die Fußgängerzone hinunter und wieder herauf bis Jens seine Feiertagsfrisur hatte. Danach folgte eine relaxte Partie an der trägen aber sonnigen Donau und so trudelten wir langsam in Richtung zu unserem Quartier, wo uns dann schließlich zuerst Paula auffiel, die alle erreichbaren Katzenfutter Behälter leerte, die daneben buckelnde Katze aber schwanzwedelnd ignorierte. Michael und Gabi, auch Paula´s Versorger und Maria und Achim waren inzwischen eingetroffen. Von Ludwig und Uschi gabs nur sporadische Nachrichten, sie würden sich verspäten. Das sollte sich im Dunkeln in der Wachau mit ein paar klitzekleinen Baustellen und Umleitungen – ohne dass der Navi es wußte – später noch bitter rächen.
Also dann zum vereinbarten Termin ab in die Buschenschenke. Der Abend war kurzweilig, süffig, den Muskateller Federspiel kann ich jedenfalls sehr empfehlen. Kurz bevor wir wieder aufbrechen wollten, kamen dann Ludwig und Uschi und Ida auch noch an, eigentlich waren sie schon mehr als eine Stunde da, aber sie hatten uns nicht gefunden…..
Eine kurze Nacht folgte, unsere Jungspunde haben dann noch ein wenig Party gemacht, aber trotzdem am Morgen waren alle gesund und munter beisammen. Wie lange und wie hoch die Wanderstrecke werden sollte, wusste aber auch am Samstag noch niemand und so trennten wir uns eben auf auf die:

Hanghühner und Flachlandtiroler 

und beide Gruppen gingen noch ein paar wenige Meter zusammen und dann trennten sich die Wege und wir Gemsen gingen über eine Treppe rechts den Berg hinauf. Steil, richtig steil, ging´s ab;  nur nach der Treppe war´s das dann schon und wir marschierten wie im schönen Südtirol auf den Wahlwegen flach zwischen den Weinstockzeilen entlang. Nach einer längeren Strecke geruhte sich der geteerte Weg dann doch einmal sich hangwärts zu drehen und damit waren wir aber auch schon aus dem Bereich der Weingärten verschwunden und gingen munter und fröhlich in einem lockeren Kiefern/Laubwald dahin. 
in den Wachauer Weinbergen

Weinberge sollten wir fürderhin nur noch wenige sehen, vermutlich hätten wir sogar gar keinen mehr gesehen, wenn sich unsere Reiseleitung zur Orientierung nicht dazu entschlossen hätte einmal GAAAANZ hinunter ins Tal zu gehen um dort dann anhand der Ortsschilder einfach mal nachzusehen, wo genau wir uns denn nun befänden. Ich muss zugeben, der Plan hat geklappt, ganz unten angekommen, konnten wir ganz genau im Abgleich mit dem Ortsschild auf der Karte feststellen, dass wir so in etwa die Hälfte der Strecke gemacht hatten und durch diese Abtauchaktion ganz locker die Zahl der zu bewältigenden Höhenmeter verdoppelt haben. Also nachdem wir uns diese wichtige Information, unten auf Donaustrandniveau, geholt hatten, stiegen wir wieder frohen Mutes den ganzen Berg hinauf, fanden auch sofort wieder unsere richtige Abzweigung und weiter gingen wir abseits von Weinbergen im Wald so vor uns hin.

unsere Wanderstrecke von Weißenkirchen nach Spitz
Da unsere Flachlandtiroler jedoch genau 7km bei 0, in Worten: NULL, Höhenmetern zu bewältigen hatten, kamen nun zum Zeitpunkt, als wir gerade wieder unseren erneuten Aufstieg durchschnauften, der erste Anruf, wo wir denn blieben, denn sie wären schon sehr lange in Spitz und da gäbe es nur ein Wirtshaus und es wäre kalt und sie hätten Hunger und der Wind würde gehen und deswegen wäre es eben kalt. Von nun an gaben wir regelmäßige SMS über die Wanderwegsbeschilderung ab:  jetzt noch 1 ¾ h bis Spitz, jetzt noch 1 h, eine ½ Stunde und nun sind wir in Spitz, aber am ganz anderen Ortsende. SMS sei Dank konnten wir uns dann am Marktplatz in Spitz zusammenfinden, jedoch das einzige Wirtshaus im Ort war restlos überfüllt und so beglückten wir die einzige Bäckerei im Ort- 16 Mann und Frau hoch -  mit unseren Einkaufswünschen. Die Dialoge mit der Verkäuferin hätte man filmen sollen, die Arme war hoffnungslos überfordert mit unseren Wünschen nach Gebäck, Semmeln und anderen trockenen Waren, die sie in der Auslage hatte. Während einige von uns auf dem zugigen Marktplatz aus der Tüte aßen, duckten sich andere etwas windgeschützt hinter einen Mauervorsprung bei einem Freisitz und Wolfgang packte seine Trompete aus um „Gott mit dir du Land der Bayern“ bei vollkommen bewölktem Himmel zu spielen. Nach der „Ode an die Freude“ entschlossen wir uns – v.a. weil Ludwig kein Transportmittel gefunden hatte, das uns zurückfahren würde, wieder zu Fuß nachhause zu gehen und cancelten unsere angedachte Weinkellertour. Dies fiel uns umso leichter, hatten unsere Flachlandtiroler während ihrer Wartezeit doch eine Weinschenke auf der Wanderstrecke gefunden und dorthin pilgerten wir und bekamen dort eine WEINDEGUSTATION vom Feinsten.  

Ich sage nur: Steinfeder – Federspiel – Smaragd - mehr ist nicht nötig.

Nach der Verköstigung gings hinunter in die weitläufigen Kellerräume und dort wurden wir von der Wirtin persönlich über diverse verruchte Personen aufgeklärt, die mit diesem Gebäude zusammenhingen. Haider gehörte zwar zu den besonderen Gästen in diesem Hause war aber laut der Wirtin weniger der Gruppe der Verruchten sondern eher der Kategorie der Charismatiker zuzuordnen. Ansonsten ging die Rede der Wirtin in einem Atemzug von Mördern über Bischöfe, Falko und eben Haider.
Nun ging´s also dann an den Heimweg, geschmeidige 7 km flach, und schon waren wir wieder bei unserem Quartier. Jens hatte sich unterwegs noch an einem Stapel alter Weinstöcke bedient und marschierte mit zwei dieser Prügel huckepack an der Polizeistation vorbei, was die Polizöse, die vor dem Gebäude stand, mit dem wackelnden Zeigefinger ahndete.
Nach einem kurzen Schönheitsschlaf trudelten wir nacheinander in dem Restaurant ein, in dem wir für Samstag abends reserviert hatten und siehe da, wir hatten nun offensichtlich genug von Federspiel, Steinfeder  und vor allem SMARAGD, wir tranken Bier und das war gut so!
Das Abendessen war ausgezeichnet und wir blieben bis zur Aufforderung, endlich den Raum freizugeben, damit fürs Frühstück gedeckt werden konnte. Danach stieg noch eine kleine Privatparty auf den Zimmern und wir trennten uns bis zum Frühstück.
Am Sonntag fuhr ein Teil der Gruppe gleich nach Hause, wir Anderen hatten uns aber noch das Kremser Karikaturmuseum vorgenommen. Um es kurz zu machen, ein tolles Haus mit einem hochinteressanten Konzept und einer besonderen Sonderausstellung.
vor dem Museum

Deix ist immer eine Reise wert  - http://www.karikaturmuseum.at/de/ausstellungen/12/fuer-immer-deix - und die Sonderschau „Kottan ermittelt“ - http://www.karikaturmuseum.at/de/ausstellungen/alles-klar-herr-kommissar - zeigte viele liebenswerte Details, an die ich mich noch mit Vergnügen erinnere. Eine sonnige Kaffeerunde vor dem Museum beendete dann unser Treffen und schön langsam machten wir uns auf die Heimreise, regelmäßig begleitet von diversen Kommentaren der Wachauer Whats App Gruppe.
Es war ein tolles – entspannendes – süffiges – lehrreiches – für die Wadel anstrengendes und den Kopf freimachendes Wochenende. Danke an Alle die für die gute Stimmung gesorgt haben und vor Allem Danke an Steffi und Ullrich für ihre Super Vorbereitung. Könnte man wiederholen, aber ich glaube da waren wir uns eh schon einig…..


Sonntag, 18. Mai 2014

Stall wird kinderfest gemacht.... ein Anfang

 Es häufen sich die Besuche im Stall mit Kleinkindern und da gibts nur eine Möglichkeit: der Stall muss um einen Kinderspielplatz erweitert werden - schon um die ganz Kleinen etwas vom Bach abzulenken. Also die trockenste und sonnigste Stelle ist dort, wo die beiden Pyramidendächer stehen, deren erstes sowieso baufällig geworden ist. An diesem WE ist nun offensichtlich die Starenfamilie endlich ausgeflogen und so konnte das wackelige Ding endlich - es war ja seit dem Frühjahr eine erkannte Gefahrenstelle aber dummerweise waren die Stare sehr schnell am Brüten - abgebaut werden.

Susi schickte ein Bild von einer Pferdebank bzw. einen link - und einer Rechensitzbank, beides können wir mit Leichtigkeit darstellen und Mathias und ich sind noch am Dienstag abends in den Wald um ein paar Rundhölzer zu holen.
Abschälen - Bohren - Zapfen und Zusammenstecken war dann eine Kleinigkeit und Mathias konnte mit seinem Kampfgewicht auch gleich die Haltbarkeit testen.





der neue Zaungast
Am WE waren auch die neuen Pfadis im Stall, die neue Wölflingsgruppe heißt Meerschweinchen und offensichtlich mischt sich bei ihnen ein Teil Pferdefreunde(innen) mit Bachumgestaltern und Holzofenheizern. Selten wurde mit solch großen Brennholzmengen gegen eine so kleine Temperaturdifferenz angekämpft. Jeder Einspruch war zwecklos, der Ofen musste glühen und der Schlafraum war eine trockene Sauna. Aber es hat wohl großen Spaß gemacht.
beim Abendessen

beim Frühstück, gefroren hat in dieser Nacht sicherlich niemand, eigentlich ist es ein Wunder, dass niemand in der Badehose frühstückt


Die nebenstehenden Regeln müssen wohl noch etwas an die von  unserem seeligen Lord Baden Powell angepasst werden, aber fürs erste mal schon ganz gut.

das nächste Projekt ist der Willkommensbaum für Julian und da machen wir ihn wohl um ein paar Nummern kleiner - in die nun umgebaute Basis wird dann der große Ast eingezapft und alle Spitzen mit Schwammerl und Käfern verziert und die Spitzen damit entschärft.




















Samstag, 26. April 2014

Die Pfadiwanderung 2014 - eine gelungene Leiteraktion

 Leiteraktion 2014


Hätste, hätste, hätste….es war ja nun wirklich ein mühsamer Auftakt. Hätte ich nur nicht diese unseelige Wanderung auf die Einödhöfe vorgeschlagen, manchmal könnte man sich selber in den Hintern beißen, aber es hilft nichts, die Abstimmung unter uns geschätzten 200 Pfadfindern erbrachte bei ca. 6-7 Abstimmenden einen deutlichen Vorsprung für meinen im Winter so locker gemachten Vorschlag,: „Ich kenne da einen einsamen Einödhof – Einödhöfe sind per definitionem einsam – das wär doch mal was anderes.“
Nun hatte ich den Salat, eine überwältigende Mehrheit wollte im Lamer Berggebiet wandern und dann erbrachte die Anmeldung – natürlich hatte ich nach der Abstimmung großzügig den Gasthof reserviert - am Stichtag 4 Uhus und zwei Absagen. Dezente Rückfragen von Seiten des Wirtsehepaares Frisch auf dem Hinterwaldecker Hof, ob es uns etwas ausmachte, wenn sie gleichzeitig mit uns auch ein Geburttagsessen annehmen würde, erzeugten bei  mir leichte Schluckbeschwerden.
Rechtzeitig(!) vor der abendlichen Sitzung in der Leiterrunde stieg die Anzahl der potentiellen Teilnehmer schlagartig auf ungefähr, so genau weiß man es ja bei unserem Stamm nie, auf möglicherweise – es könnten noch ein paar hinzukommen aber auch noch ein paar abspringen – also mindestens 12,  - es ist aber durchaus möglich dass sich daran noch etwas wesentlich ändern könnte  wenn der Eine oder Andere dann doch nicht, aber ganz Andere dann aber vielleicht doch noch überaschend teilnehmen würden.
Nun erbrachte aber eine genaue Recherche bei der Bundesbahn, dass die Anbindung des hinteren Bayerischen Waldes mit dem Bau der Eisenbahnlinie Cham – Kötzting – Lam im Jahre 1899 durchaus eine wesentliche Beschleunigung im Leben der Waldler gebracht hatte, - man brauchte  tatsächlich  für eine Reise nach Regensburg keine zwei Tage mehr sondern konnte die Strecke einfach in drei Stunden bewältigen – jedoch hat man in den vergangenen 115 Jahren keinerlei Anstrengungen unternommen diese Rekordzeit irgendwie zu unterbieten. Während früher aber die Züge von 4.00 frühmorgens bis 22.00 spätabends im lockeren Stundentakt verkehrten, hat man heute genau eine Möglichkeit vormittags von Sinzing nach Lam und am Nachmittag dann genau auch wieder eine einzige  Möglichkeitum  von der Lam wieder nach Regensburg zurückfahren zu können – wohlgemerkt nach wie vor, wie seit 115 Jahren, jeweils mit einer Fahrzeit von etwas mehr als 3 Stunden. Dazwischen bleiben dann lockere 5 Stunden Wander- und Pausenzeit. Also angesichts der, ich nenn sie mal, etwas  unsicheren Teilnehmerzahl und des leichten Ungleichgewichtes von 6 Stunden Fahrzeit und 5 Stunden Wanderung entschieden wir uns erstens für Autofahrgemeinschaften UND zweitens zu einen Treffpunkt nicht in Sinzing sondern in Kötzting im Stall, da einige von uns die Gelegenheit nutzen wollten und schon am Freitag ein paar gemütliche Stunden gemeinsam zu verbringen.
Schon am Mittwoch kamen noch ein paar neue Teilnehmer hinzu, dies stabilisierte sich am Donnerstag und dann am Freitag, kurz vor der Abfahrt nach Kötzting sprang noch eine ganze Gruppe von enthusiastischen Wanderfreaks auf den Trip auf, von den wenigen, die dann am Samstag unangemeldet plötzlich dann doch noch dabei waren will ich hier gar nicht reden.  Übrigens noch beim Aufstieg zum Waldecker erreichte mich ein Anruf, welcher erläuterte, warum der  Anrufer dann doch nicht hatte teilnehmen konnte.  Anyway, wir waren am Ende  tatsächlich eine schöne große Gruppe von 20 Teilnehmern und einem Hund  und konnten trotz des angekündigten Schmuddelwetters – dieses hätte sich ja nahtlos an die Wetterlage im Vorjahr angefügt .  an einem strahlend schönen Frühlingsvormittag den Aufstieg von Lam zum Hinterwaldecker begehen. Viel zu schnell waren wir oben und ließen dann noch einen Rundweg auf dem Hochplateau folgen
die Osserhexen in der Wirtsstube
Doch das ist jetzt vorgegriffen, vor dem Samstag hatten wir ja noch den Freitagabend geplant und als reine Uhugruppe, die Pumafraktion war unabhängig unterwegs, - wir fanden aber im Laufe des Abends dann doch wieder zusammen – machten wir eine kleine Kneipentour. Der Lindnerbräu verwickelte mich in eine eigentlich unfruchtbare Diskussion über die Kommunalwahl und den Pfingstritt, die Ullrich vermutlich ratlos zurücklies, und nach einem abwechslungsreichen Abend – garniert durch die Osserhexen -  wechselten wir zum Horsetownclub, wo wir unsere Pumas wiederfanden, die sich ihre Freundinnen und Freunde an diesem Abend sogar mit dem Bus hatten herankarren lassen. Wir trafen dort also unvermutet noch einen sehr große Gruppe  Regensburger Schüler, die an dem Abend das Lokal gemietet hatten und- die Wanderung im Hinterkopf – blieben dort nur noch auf einen oder allerhöchstens zwei Absacker.  







Am nächsten Morgen dann Frühstück im Stall und  pünktlich um 9.00 Uhr ging`s mit dden Neuankömmlingen ab nach Lam und hinauf auf den Berg, und zum Ziel, das vielleicht einigen sogar zu schnell erreicht wurde. Nach der ausgiebigen Brotzeit wechselten wir dann den Standort und wollten den zweiten Teil der Wanderung antreten, der uns in Kötzting und um Kötzting herum dann zum Lindnerbräu führen sollte.  
 
die Jungen und die


Alten, diese stilgerecht auf der "Gred", wie es sich für Auträgler und deren Enkel gehört



 Beim restaurierten historischen Kraftwerk Regenstein ging´s hinein in den sogenannten Spatiliweg und spätestens bei der Magdalenen Kapelle bzw. bei der „Lourdes Grotte“ beschloss der Wettergott doch sich einmal an die Vorhersagen zu halten und aus einem beginnenden Schnürlegen wurde ein prächtiges
auf dem Spatiliweg
Frühlingsgewitter mit respektablem Starkregen. Wir flüchteten patschnass unter eine Brücke und dann durften die Fahrer im Platzregen die Fahrzeuge holen.
Über Details brauche ich hier nicht zu schreiben, noch nach Stunden in Sinzing wieder angekommen, tropfte meine angeblich wasserdichte Jacke immer noch…..
Die Jugend machte es sich dann noch für zwei Stunden im eingeheizten Wintergarten bequem und mit Tees und diversen Runden an WERWOLF ging´s dann wieder nach Hause.
die Werwolfrunde beim Trocknen im Wintergarten
Fazit, für , manche vielleicht als Wanderung zu wenig, für manche wahrscheinlich gerade richtig für alle Teilnehmer vermutlich eine angenehme Methode um mit Freunden einen schönen abwechslungsreichen Tag zu verbringen, mir jedenfalls hat´s mitsamt der Vorbereitung Spaß gemacht, Tagesziele, auch anspruchsvollere oder zumindest auf längeren Strecken  gibt’s da hinten einige…..
Gut Pfad Mente

Montag, 8. Juli 2013

Da Stoi .... ist denn schon wieder ein Jahr vorbei....Elternwochenende


24 h Kaktusblüte
 schon lange hatte sich die Kakteenblüte angekündigt, aber am Freitag nachts war es dann soweit, pünktlich zum diesjährigen Elternwochenende, noch in der Nacht vom Freitag auf den Samstag öffnete sich die dünne Blütenröhre und zeigte uns zwei Tage lang ihre filigrane rosarote Schönheit. Der Ablauf ist ja nun mittlererweile gut bewährte Routine und so trudelten am Freitag zum Grillabend nach und nach die Teilnehmer ein. Paula und Mailo verstanden sich auf Anhieb sehr gut und so konnte ein ruhiger Sommerabend beginnen.
Elternwochenende 2013 - Suchbild: wo steckt Katja ??








Bereits in der ersten Nacht blieb das "Matratzenlager" fast vollständig unbenutzt, weil es sich angesichts der lauen Luft angeboten hatte im Freien zu übernachten. Damit es aber trotzdem nicht zu taufeucht ablief stellten wir noch kurzfristig unser Werkstattzelt auf und so konnten viele die Nacht praktisch geschützt im Freien verbringen.


das Werkstattzelt mit dem Kötztinger Wappen
Nach dem Abendessen, gerade noch bei wenig Tageslicht haben wir uns dann doch noch dazu durchgerungen die Feuerjurte aufzubauen und so konnten wir den Abend bis weit in den Morgen hinein von hinten geschützt - wie es sich für ältere Herrschaften gehört - am warmen Lagerfeuer genießen.




Frühstücksstimmung

Die Frühstückszeit haben wir dann ein wenig hinausgeschoben aber dennoch gings dann am Samstag morgen mit den Workshops, den Arbeiten fürs Stammeslager und den Reparaturarbeiten im Stall los.

Holz- und Steinbildhauerarbeiten
An den vier "Werkbänken" wurden Trink- und Teelichterschalen herausgearbeiten und ein wunderschöner warmer gelb/brauner Sandstein wurde mit Spitz- und Flachmeißel bearbeitet, das Ergebnis ist noch offen, im Stammeslager gehts weiter.
Das ist die Ausgangssituation, ein gebogener Robinienerdstamm
Die Robinie, die im Herbst an der Werkstatt gefällt worden war und seitdem auf ihre Verwendung als Brückenunterkonstrultion warten mußte, bekam nun langsam ihre entgültige Form. An der Oberseite abgeplattet und anschließend halbiert - das waren zwei Riesenschnitte jeweils längs der Faserrichtung von jeweils 6 laufenden Metern - haben wir jetzt die Sicherheit, dass der Baumstamm im Inneren überall intakt ist und nun können wir uns auf die Brückenauflager machen und dann die Bäume im Herbst einheben und den Belag drauf  befestigen. Die dazu notwendigen Fichtenrundhölzer werden wir in drei Wochen beim Stangenschneiden gleich mitfällen und herrichten. Vielen Dank an Michael und Ullrich für die schweißtreibende und schwere Arbeit - über die Sicherheitsschuhe sage ich jetzt nichts....










 Hier bekommen die Teelichthalter langsam ihre erkennbare Form


 Im Schatten auf der Wiese werkeln die Weidenflechter an ihren Untersetzern. Zuerst wurden Haselruten gespalten, um flache Haltestrukturen zu erreichen und dann konnte das Geflecht beginnen. Das Endprodukt waren tolle Untersetzer. Im Bach warte noch der Rest der Lindnerkästen auf den folgenden Abend am Lagerfeuer.




Katja und Mathias zerlegten einen von Katja mitgebrachten alten Stuhl, restaurierten ihn und klebten ihn neu zusammen. Eines der Stuhlbeine war viel zu kurz und erhielt ein neues, selbst gedrechseltes Bodenteil eingepaßt.




Trotz der vielen Workshops blieb noch ausreichend Zeit um im Schatten sich zu entspannen, nach dem Mittagessen, und dann gings auch schon wieder weiter:


mosaiken und fachsimpeln im Hof




vor dem Mosaiken steht allerdings zuerst die Auswahl der Materialien, alles Ware aus dem Bauschuttcontainer diverser Wertstoffhöfe




Bei den Holzarbeitern gehts nun ans Schleifen und an die Oberflächenbearbeitung. 40er bis 120er Schleifpapier und am Ende die Behandlung mit Leinöl. Das Ausgangsholz ist Erle, damit erhält das Ganze einen warmen Orangeton.








das sind die fertigen Teelichthalter aus Erlenholz


Zwischenzeitlich gehts es bei den Brückenträgern an die Oberfläche und dann kommt der finale Längsschnitt:
Akazienholz gilt unter den "einheimischen" Hölzern als das mit Abstand dauerhafteste, ist also auch der Eiche überlegen.
Vor allem in Verbindung mit Erde und Feuchtigkeit zeigt sich seine Stärke.
 


Die Brücke wird einen gebogenen Träger erhalten und damit muß auch das Geländer und der spätere Belag dieser Form folgen. Damit der Belag aber nicht allzu rutschig wird, werden wir die neue Brücke gleichmäßig gebogen über den Bach führen, auch wenn es wegen der Wegerampe interessant wäre die Brücke möglichst hoch am Weg ansetzen zu lassen, aber dann würde die Brücke selber zu steil abfallen am anderen Ufer.

so jetzt haben wir zwei Brückenträger mit derselben Biegung und mit annähernd gelciher Auflagefläche und Ausprägung


Unser neuer Grill entsteht:
Nach dem Mittagessen machte sich Ullrich in der prallen Sonne an die Arbeit und riss zuerst Teile des morschen Grillunterbaues ein und dann gings ans Aufmauern. nachdem wir aber vorher wohl schlecht den Bedarf ausgerechnet hatten, ging Ullrich im Stile der Trümmerfrauen dran aus dem Abbruchmaterial  erneut wiederverwendbare Mauersteine herauszuputzen.
Das wird nun meine Aufgabe in den nächsten Monaten sein  den Grill zu verputzen und dann erneut mit einem Mosaik zu versehen, er kann aber bereits jetzt wieder benutzt werden und braucht zuerst mal nur eine erneuerte Abdeckung. Vllt fällt uns dann auch mal eine dreh- und schwenkbare Rostaufhängung ein, dann sind wir perfekt für die nächsten Großgrillabende.




 Hier entsteht noch eine Fischschwanzschale oder Becher.











 Es ist ja Tradition, dass am ElternWE ein Objekt für das Stammeslager gebaut wird, in den letzten Jahren war es dann meist ein spektakuläres Dekoobjekt, diesesmal sollte es das Tassenregal sein und so hobelten, sägten, schnitten und beizten Jens und Wolfgang die Fichtenbretter und am Ende stehen zwei bunte Steckregale für das diesjährige Lager





























Samstag, 23. März 2013

Da Stoi.....Ende und Anfang

die neue Schleifstation
Diese WE paßt mal wieder genau, ich hab fast zwei ganze Tage Zeit um ein paar Projekte weiterzutreiben und so sind Matthias und ich schon den ganzen Tag dabei unsere neue Vorratskammer zu bestücken, zu elektrifizieren und entgültig abschließbar zu machen.
Auch die Tormek wandert nun dort hinein und steht nicht mehr im Schlafbereich der Pfadfinder herum.

nun ist wieder Platz











schlange bilden
Schon gestern hat Matthias alleine den platzwegnehmenden Bretterstapel vom Unterstand verladen und - zumindest die langen Bretter - dann im Holzlager aufgerichtet. Im nun etwas leereren Unterstand  konnte ich dann endlich mal wieder frei die Wippdrehbank und die dazu gehörigen Utensilien aufbauen und vor allem etwas weiter unter Dach verbringen. Im Internet hat in München jemand ein bayerisches Bauernsofa zu verschenken angeboten und nach telefonischer Rücksprache hat Arnold bei einer Geschäftsfahrt nach Augsburg das Sofa dann in der letzten Woche mitgenommen. Das Dekor ist gelinde gesant gewöhnungsbedürftig  aber das Sofa selber tiptop. Wir suchen nun ein warmes Rot auf einem schweren Bezugsstoff, dann werden wir das gute Stück neu beziehen und zeitgleich, wenn der neue Mosaiktisch dann fertig ist, fliegt der alte Tisch raus und das Sofa rückt in den Herrgottswinkel.
 
das zukünftige Bauernsofe
Alle lärmenden Arbeiten haben wir heute durchgezogen, dann können wir morgen am Sonntag ohne Ruhestörung weitermachen. Hinweis: im Unterstand brauchen wir eine bessere Beleuchtung, die eine Röhre wird durch die eingelegten Stangen fast komplett abgeschirmt.
Die Pfadis haben uns ganz schön überrascht, nicht nur dass  sie uns eine große Hilfe gewesen waren, auch die Ausdauer beim Kochen und ihre Kochkünste waren beeindruckend. Anschließend eine kleine Auswahl der phantastischen Speisen - unter Stallbedingungen. Die Pommes, in der Pfanne mit gebräunten Zwiebeln zubereitet sahen zwar gewöhnungsbedürftig aus, schmeckten aber hervorragend.

selbstgemachte Beerensäfte
Aufstriche


















 






von Wackelpudding bis Schokocreme und Bruschetta....
alles für Wraps


















dieSchnitzel- und Pommesfraktion

vorbereitungen









da werden die Schmankerl bereitet







 heute Nacht sind 12 Grad minus vorhergesagt, aber die machen das schon, Holz ist genügend da.
Also bis morgen