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Sonntag, 8. Juli 2012

Da Stoi und Woid Anflug und Wegebau ....das Lager winkt


Bachdurchlass bei "1"
So, an diesem Wochenende einmal wieder eine Kontrollfahrt - es wird Zeit auf der großen Lichtung wieder mal gegen Brom- und Hundsbeeren vorzugehen.Die Abklebeaktion der Tannenendknospen hat gut funktioniert, aber nach einem zufälligen Treffen mit Georg habe ich heute 1000 Klammern gegen den Wildverbiss bestellt, das funktioniert leichter und geht zu jeder Jahreszeit und man braucht auch nicht beide Hände frei wie mit dem Tesakrepp. Anschließend Kontrolle auch im unteren Bereich und - ich wollte schon wieder fahren, weil ich die Lärchen wieder gefunden hatte....da waren neue Radspuren eines großen Fahrzeuges......hat etwa Hans bereits Wort gehalten und die Wege weiter hinten ausgebaut? Trotz des matschigen Weges bin ich dann weiter in den Wald und tatsächlich, die drei Bachläufe sind gefaßt und mit Rohren quer durch den neuen Weg geführt worden, die meisten Abläufe vorher zu Vorflutern zusammengefaßt und damit sollte der Weg, wenn er mal wieder begrünt und stabil geworden ist, bis weit in den Wald hinein mit PKW und Anhänger befahrbar geworden sein. Mit Schlepper bzw Unimog kann man die Strecke nun bereits sowieso fahren. Und irgendwann schaffen wir auch die Verbindung vom unteren zum oberen Lagerplatz, aber dafür muss eben das Möbelhaus Wanninger erst mit seinem Aushub anfangen, dann sollte genügend Material vorhanden sein um diesen Wegebau zu vollenden.
Wegesende, von dort gehts hinab "3"

Vorfluter Blickrichtung nach links "2"



Vorfluter bei "4"

Vorfluter Blickrichtung nach rechts bei "5"





















Teilausschnitt der Karte des geländesspiels der Sinzinger Pfadfinder mit den Wegemarken des neuen Weges

auch der alte Wendehammer ist nun komfortabler

Blickrichtung von Punkt 1 zurück zum Stachus

Kontrolle der abgeklebten Tannen und den nachgepflanzten Versuchslärchen:

Wie man sieht hat alles gut geklappt. Die Tannen sind durch mein Klebeband locker durchgewachsen und die Lärchen haben überlebt, obwohl der Standort gelindegasagt suboptimal ist.






NUn kommt der Mischbeitrag Stall/Wald ;-)). Bei der Kontrolle der Schlangekoppel habe ich gesehen, dass eine Unmenge an Laubgehölzen sich dort ausgesäht hat. Während das Aussatprojekt im Wald wohl nicht  - oder bis jetzt zumindest noch nicht sichtbar - funktioniert hat, wachsen im Stall im hintersten bereich die verschiedensten Harthölzer und gehören dort eigentlich gar nicht hin. Ich kann also im herbst jede Menge nach Lust und Laune entnehmen und in den Wald umsetzen.
Der Wildwuchs an eintriebigen Laubbäumen hinten in der Koppel


einfach weils so knackig aussieht, Brombeerbusch am Koppelrand



































Und nun der Nachwuchs für die kommenden Waldumbaumaßnahmen:



Eiche - Esche - Ahorn
sogar Blutbuchen haben sich ausgesamt

 Im Stall geht die Blickrichtung immermehr auf das Stammeslager: alle Eisen sind bereits geschärft, eine ganze Menge an frischem Erlenholz ist gefällt und eingelagert, für die beiden Zelte Holzhäringe hergerichtet und entsprechende Schnurspanner ebenfalls, das Lager kann also langsam kommen.
Nun kommen dann langsam die ersten versuchsobjekte dran, die ich mit den Kids durchführen möchte.
Eines der ersten Sachen wird ein hölzerner Klöpfel sein, vielleicht sogar in der Variante, wie bei mir Zuhause, dass er  auch als Türstopper genutzt werden kann.
die neuen stilechten Holzhäringe aus Erle
die neuen Zeltspanner jeweils links und rechts an 15 m Leine


Klöppel bzw. in diesem Fall unser neuer Terrassentürstopper aus angeschliffener Esche

diese Pappeln soll es nun im nächsten Herbst/Winter erwischen, da muss wieder mehr Licht auf die Koppel






Samstag, 12. Mai 2012

Da Stoi und Woid.....Mai iss



Der Unterschied ist unglaublich, dadurch dass ich ja nur alle WE nach Kötzting komme ist der Unterschied zwischen der ersten und der zweiten Maiwoche riesengroß. Der Kastanienbaum in der Koppelmitte ist wie immer ein Hingucker. 1974 habe ich ihn eigenhändig im Garten bei Frau Sponheimer ausgegraben, er war ihr zu groß geworden.( 250cm war er gerade). Da ich den Wurzelballen ziemlich ramponiert hatte, mußte ich auch die Krone stark einkürzen - und nun ist er der Riese auf der Koppel. MeinVater mopperte immer gegen den Baum, weil er ihn unter der Woche laufend gießen sollte, hat dann aber doch auf seine Kosten den Metallzaun herumbauen lassen, damit dem Schmuckstück ja nichts passierte. Die Kastanie auf dem Hof ist dann später gepflanzt worden, eine gekaufte Pflanze. Es war dannn die Sorte: Aesculus hippocastaneum Briottii, diese sollte gefüllt blühen und daher steril sein.....erstens blüht sie nicht gefüllt und zweitens ist sie über und über voller Kastanien im Herbst, nur daß diese viel kleiner sind als normal, weil die Pflanze fast unter Bonsaibedingungen in einem kleinen Beet eingezwängt ist und unter die Fuchtel der Robinie geraten ist, die das ganze Bild und Beet dominiert.
Draussen auf dem Vorplatz blüht nun zweitgleich die rote Kastanie, diese haben wir in den 90ern gepflanzt, als die Kastanienmoniermotte so stark eingebrochen ist und die Gefahr bestand, dass über kurz oder lang alle Rosskastanien absterben würden, allerdings hat sich der Befallsdruck in den letzten Jahren stark reduziert trotzdem aber ist die Rote ein Hinguckerl, leider wird die Blüte von manchen Spaziergängern als Vasenschmuck einfach abgerissen.
Am Schluss kommt nun das große Panorama, dass einfach immer wieder jedes Jahr toll ausschaut, wenn die ganze Front grün wird und der Flieder dazu herausspitzt.
Auch der Flieder stammt übrigens aus dem Garten von Frau Sponheimer, eigenhändig herausgepickelt und mit dem Brotlieferwagen antransportiert. Gepickelt, weil der harte Wurzelballen ein Abstechen mit dem Spaten einfach unmöglich gemacht hat.
Mit dem Flieder sind damals eine Handvoll Hundsveilchen mitgekommen, an denen wir lange Jahre viel Freude gehabt haben.
Das Panorama im Frühling, ganz großes Kino ;-) und noch viel Brennholz die nächsten Jahre
Im Wald gabs dann heute auch die ersten positiven Überaschungen, nachdem ich letzte Woche schon die Lärchen von 2010 gefunden hatte nun die nächste :
Bergahornsämling
Buche und Eiche
Die Aussat von Bergahorn im letzten Herbst hat geklappt, ich habe bereits viele kleine Sämlinge entdeckt und auch die Anpflanzung von drei geklauten Minibuchensämlingen aus dem Kelheimer Forst war erfolgreich, diese haben bereits 20-30 cm Zuwachs zu verzeichnen.Bei den Bergahorn ist es verblüffend, dass in der ersten Maiwoche nicht nur das markante Primärblattpaar zu sehen ist sondern bereits die ersten richtigen Ahornblätter zu sehen sind, bei einer Pflanze sogar schon ein richtiger Trieb. Ich bin ja mal gespannt ob auch die Buchen und Hainbuchen auftauchen werden.
Bergahornsämling
Was lange Jahre eher nach mikkrigem Wachstum ausgesehen hat, das Auffüllmaterial aus dem Möbelhaus Wanninger entpuppt sich als Jungbrunnen für die verschiedensten Laubbaumarten.
der Fichtenrasen
In derselben Böschung kommen die Fichten und Tannensämlinge herausgesprungen als wäre es ein angesähter Rasen. Auch wenn die Hasen oder Rehe heuer eine ziemliche Schlachtplatte veranstalten haben so sind doch genügend Sämlinge übergeblieben, die nicht angeknabbert oder abgebissen worden sind. Für mich überaschend ist die hohe Sämlingsdichte an Tannen.
Möglicherweise reduziert sich der hohe prozentuale Anteil im Laufe der Jahre wieder, weil die Tannen so stark verbissen werden und daher von den Fichten im Wachstum geschluckt und unterdrückt werden, aber es ist schon beeindruckend wie hoch der Sämlingsanteil an Tannen ist.
Buche im Altbestand
Durch die Durchforstungsmassnahmen im fast undruchdringlichen Mittelteil des Waldes ist auch eine große - eine von drei adulten Bäumen - Buche nun in den freien Stand gekommen. Ich hoffe, dass diese nun aufgrund des guten Lichteinfalls auch zum Fruchten kommen kann und daher ein Buchenbestand im Laufe der Generationen entstehen kann.
Morgen gehts dann noch einmal kurz in den Jungbestand, um ein paar Fichtenquirle für das Pfadfinderjubiläum zu ernten - das können Schmuckbäumchen oder aber Küchengeräte werden - mit den neuen scharfen Schnitzmessern aber wohl auch ein Massaker.....
junger Fichtenbestand bedrängt durch Rhamnus catharica, Schwarzdorn im Hintergrund die Böschung aus Auffüllmaterial vom Möbelhaus Wanninger, auf der die Ahorne, Eichen, Buchen, Birken, Weiden, Ebereschen, Tannen und Fichten wie angesäht wachsen.
Bei der Gelegenheit möchte ich die Rhamnusbüsche ein wenig zurückdrängen und nachschauen ob ich nicht noch ein paar Ahorneinheiten finden kann.
Im Stall gabs diesmal nur wenig zu tun, alles läuft auf da Stammesjubiläum hinaus:
Birke - Weide - Erle gefällt um frisches Drechselholz zu erhalten
Hasel - Weide und Schwarzdornzweige geentet um für für die Workshops Stäbe zu bekommen.
Alle Drechseleisen durchgeschliffen und alles für den Abtransport hergerichtet.
6 Fuhren Brennholz aus dem Wald runtergefahren und am Arbeitsplatz als Ambiente und Vorratsstapel aufgerichtet.....der nächste Winter kann kommen.
jahrelang nur davon geredet .... endlich durchgeführt ... die Raumabtrennung durch einen "sauber"(na ja) aufgerichteten Holzstapel am Ende unseres Arbeitsplatzes.



Am Schluss:
Das Kamel ist verladen: Arnold fährt unser Koppelkamel am Wochenanfang nach Sinzing, wo es mit der alten Palme wieder vereint im Museum der Pfadis auf dem Jubiläumsfest zu sehen sein wird.
Wenn es die fahrt überlebt könnte es später auch wieder mal nach Kötzting kommen, dann allerdings nur generalüberholt und bemalt als Tigerkamel.
unser Kamel auf großer Reise - zu groß für meinen kleinen Hänger...