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Mittwoch, 22. Mai 2013

Da Stoi .... Pfingsten einmal anders

Diesmal an Pfingsten hatten wir mehr Zeit als die letzten Jahre, weil nur die Kernfamilie in Kötzting war und so versuchten sich Einige von uns an dem neuen Zeitvertreib: Schalen machen.
Alles war knackig frisch und grün und das Wetter hielt auch aus zu den wichtigsten Terminen.
 Der Höhepunkt bei dem diesjährigen Pfingstritt war sicherlich wieder die erneute Teilnahme des Präfekten der Glaubenskongregation, direkt eingetroffen aus Rom, des Erzbischofes Ludwig Gerhard Müller, der in bester Laune bei der anschließenden Bewirtung direkt vor meinem Tisch den bayerischen Defiliermarsch und anschließend den Marsch Regimentsgruß, einen der Kötztinger Pfingsthymnen, dirigierte.




 Heuer standen wir beim Kerscher Bek  2 1/2 Stunden in der Kälte in der Gehringstraße, saukalt war es in der früh und die Pferde werden auch immer höher, bald werde ich wohl auch zur Bierkastenfraktuion wechseln müssen um auf diese Riesenviecher raufkommen zu können ;-))

















 Zwei Schalen aus Espenholz und eine Kuksa, die mal als Versuchsobjekt dienen kann, wie man es nicht machen sollte. Aber die nächsten werden dann stabiler und feiner sein.
Es war jedenfalls ein relaxter Pfingstsonntag inmitten von all den Tieren und der froschgrünen Blumenwiese.


Am Dienstag gings dann endlich los mit der neuen Riesenschnecke, es fehlen noch ein paar "Aufbauten" und mit Sockelzementmörtel mit Drahtstabilisierung gehts nun auch da weiter.
die Drahtbefestigungen der "Hüte"

die Basis der "Hütchen"
 Das Schneckenhaus bekommt nun einen richtigen Aus- bzw Eingang sozusagen aus Ausfalltor für den aufmarschierenden Pfingstritt.


Zwischendurch war noch Zeit für ein kleines Nierentischchen, die Tischplatte ist von einem 3er Eichenbrett und die Beine sind aus gespaltenem Erlenholz. nach ca 1 Stunde war der Tisch fertig.
Sabine hat dann am Dienstag mit einer großen Erlenschale begonnen.



So nun kanns mit der Schnecke weitergehen...

Samstag, 4. Mai 2013

Da Stoi ... es wird Mai

Es war wieder mal Zeit für ein paar Aktivitäten - eigentlich wollten wir ein Großreinemachen veranstalten aber dann war doch noch genügend Zeit um wieder was Neues zu probieren.
Der Brettchenwebstuhl:

Brettchenwebstuhl
Mathias hat nun zwei Webstühle gebaut und nun mit den Garnen auch einen ersten Versuch gestartet.
40 Brettchen hat er schon vorbereitet, damit können wir im Stammeslager schon einen kleinen Workshop anrichten.





Nachdem ich die Wand hinter dem neuen Bauernsofa gestrichen hatte und den letzten Pfingstreiter auch gleich mit, habe ich mit mit den neuen gekröpften Eisen gleich an eine neue Schale gemacht.
Diesmal frisches Espenholz von der Aussenseite nach innen gearbeitet.
Diesmal wollte ich einen gegenläufig gekrümmten Henkel integrieren, in dieser Art kann dann auch mal eine Kuksa geschnitzt werden.
der Rohling
fertig geschnitzt vor den Klüpfeln















Aus dem Henkel und auf der anderen Seite dem Kopf wurde dann nichts, Inge wollte den Kopf nicht mehr, also seitlich eingekürzt und nun ist es nun eine langgestreckte Kuksa geworden ;-))

die endgültige Schale, mit Leinöl eigeölt


Übung

Übung












In einer Wiese in der Sonne sitzen und schnitzen

im Wieserl blühen heuer die Apfelbäume und die Zwetschge

Der Bilderrahmen für die Geburtstagsfeier, langsam haben wir alles beisammen, was wir brauchen.....


Sonntag, 21. April 2013

Da Stoi, .....Holz, Leder und Sofa

Auch wenn das große Aufräumen an diesem WE an erster Stelle stand, so blieb doch zwischendurch Zeit um das eine oder andere auszuprobieren. Immerwieder kehrte ich so zu meinem Zwetschgenholz zurück, die eine Hälfte hatte ja mein Nachbar für seine Holzspende erhalten und die andere sollte nun eine Schale für mich werden. Da unter der Woche die neuen Bildhauerröhren angekommen waren, mußte ich es einfach versuchen die neue Schale noch viel dünner zu machen als sein Exemplar.
das war der Rohling
erster Zwischenschritt










Nach dem ersten Zwischenschritt gings an die Werkbank um das Material etwas filigraner werden zu klassen. Bei der linken Seite gabs dann einen unangenehmen Ton und KLACKS mußte ich mich entscheiden eine etwas asymmetrischere Schale zu machen. Stunden später war das Ergebnis dann vorzeigbar und ab gings nach Regensburg und das gute Stück ging dann sofort auf den Esszimmertisch.
Am nächsten Morgen, sprich heute früh, dann die Überraschung: ein Riesenspalt in der Schale. Ich lass sie nun einfach in Ruhe austrocknen und dann werde ich den Spalt - oder die Spalten- ausgießen, entweder farbig oder mit Metall.
die asymmetrische Schale
shit happens ;-(((
















Im Internet habe ich in den letzten Wochen ein Beispiel für ein in Leder gebundenes Notizbuch gefunden, das wäre auch was für das Elternwochenende und vorher muß ich es mal ausprobieren........ so läufts halt immer....
Also zuerst einen Sattlerschraubstock zusammengebastelt und beim Nachbarn, der auch der lokale Sattler ist,  ein paar Lederreste erbeten und der hatte auch noch gleich ein paar gute Ratschläge und ein paar notwendige Materialen für mich. Den Rest kann ich dann in Sinzing fertig machen
der Sattlerbock beim zweiten Versuch
der ersteVersuch, Leder und Garn






So das war das eine, Freitagabends versuchten wir uns, das heißt Mathias und ich, an das neue Bauernsofa. Zuerst gings im Wesentlichen darum welche Laufrichtung die Streifen bekommen sollten und ob der Stoff auch für die ausgesuchte Richtung reichen würden, dann gings los.
Mathias meinte, dass er noch genügend Kenntnisse von früher hätte um eine gerade Naht hinzubekommen.....
die erste Anprobe

man beachte Mathias mit Brille beim Zusammenfügen
so solls werden, die ersten beiden Nähte sind gesetzt



Dienstag, 22. Januar 2013

Da Stoi ....ganz normale Aufgabenverteilung

Nun pendelt sich im Stall wieder alles ein, ich bin am Tüfteln und Ausprobieren und Matthias baut wiedermal an einem Riesenprojekt. Im letzten Jahr war es sein Boot und heuer ist es eine neue Werkbank.
Nach vielen Stunden Arbeit sieht das Ergebnis aber auf den Bildern aus wie in der letzten Woche, man sieht die viele Arbeit nicht. Es ist das Untergestell am werden und die inneren, flexiblen Verbindungen mit Gewindestangen sind gesetzt, wobei er sich einige Teile aus Roheisen selber zurechtschlossern mußte. Jeden Vorschlag zur Beschleunigung lehnt er ab, er spricht von einem Meisterstück.....nun dann soll er mal....
Ich ziehe mich derweil in mein geheizte Werkstatt zurück - in der Holzwerkstatt auf dem Heuboden ist es unheizbar und entsprechend saukalt - und bitzle ein wenig herum.
der Rohling, die Mulde kommt von außen nach innen
Heute mal eine Schale aus Erlenholz mit drei Mulden, eine Schale im Umkehrverfahren aus einem halbierten Robinienstammstück und anschließend, Ostern ist ja doch schon in Sichtweite, mal einen Osterhasen auf der Wippdrehbank, mit geschnitzten Erlenohren.
soweit mit der Schnitzaxt













geölt mit Leinöl
Also Akazienrundholz halbieren und mit der Axt abschälen, den Boden haben wir dann mit dem Abrichthobel schnell geglättet - das ginge auch mit dem Zugmesser, aber das Holz war Stein und Bein gefroren. Nun  gehts innen mit dem Bildhauereisen und aussen mit der Schnitzaxt weiter, bis die grobe Form steht. Mit den Löffelschnitzmessern wird dann die innere Mulde vertieft und mit dem Schweifhobel all die Fasern und Unebenheiten auf der Oberfläche geglättet. Im Inneren arbeitet das Löffelmesser bereits befriedigend genau, man könnte auch noch schleifen. Anschließend erhält der Ganze noch einen Anstrich mit Leinöl und ab geht es in das Stüberl zum Trocknen.


Ostern ist ja nicht mehr so weit und anders als die Nikoläuse könnte man die Osterhasen ja mit Kopf und Körper auf der Drehbank vorfertigen, also halt einfach mal versuchen. Damit auch die Ohren den warmen Orangeton der trocknenden Erle bekommen, mußte noch schnell eine dünne Erlenleiste her, beim ersten Verusch waren die Ohren zu lang, zu gerade und zu eng gestanden.
Nun aber sollte es passen und mal schauen ob eine einfache Bemalung dazupaßt, dann kann die Kleinserie starten.
Die Rohlinge habe ich bereits gespalten und die müssen eben warten auf die nächste Woche.....






Auf dem Kachelofen, der ja zZ nur ein wenig angeheizt wird, trocknen nun schön langsam die Ergebnisse der ersten Tage heuer im Stall.
Stilleben mit Schalen und Hase





Dienstag, 15. Januar 2013

Da Stoi....Schalen--Schoner und mehr

 Ein richtig schöner trocken kalter Wintermorgen und daher war es heute das erste den Kanonenofen wieder in Schwung zu bringen. Einen Topf drauf setzen und versuchweise mal einen Teil der Mustermosaikplatten einweichen und kochen.
Siehe da es funktioniert gut., auf diese Weise können wir alle Klebeverbindungen lösen und die Mosaikstückchen sichern. Allerdings ist es nicht angenehm, auch wenns in der Werkstatt warm ist, längere Zeit im Wasser zu arbeiten, das rächt sich bald, wenn man wieder raus muss...und raus gings dann gleich in die Sonne um einen Teil der in den letzten Monaten angefallenen Holzreste zu Brennholz verarbeiten.
was wären wir ohne unseren Eicher, wir müßten alles mit der Hand schleppen.













Der Schnitzhackstock mit den verschiedensten Einkerbungen und Kanten ist nun das Ergebnis verschiedenster Versuche und ich habe auch tatsächlich alle diese Kanten und Löcher gut gebrauchen können um mit viel weniger Kraft und Risiko als vorher auf dem normalen, glatten Hackstock mit der Schnitzaxt die Schalen bearbeiten zu können. Die Arbeitsfläche ist aus Robinienholz, dem wohl härtesten und dauerhaftesten Holz, dass in unerer gegend wächst. Die Beine sind aus Haselnussholz, die waren gerade verfügbar ,-)













Nic Westermanns Löffelmesser, die gestern einen Griff erhalten haben- es ist ein Vergnügen mit diesen Messern zu arbeiten, Danke Nic,- durften natürlich nicht einfach so in der Werkstatt herumliegen. Im Herbst bei der großen Baumschnittaktion haben wir die Linde auf Stock gesetzt aber, gärtnerisch falsch, bewußt die Triebstummel stehen gelassen, sozusagen als lebende Kühlung auf Bedarf. Von diesen Triebstummeln nun schnell einen 50 cm Abschnitt geholt, aussermittig halbiert und auf dem Abrichthobel schnell grob geglättet.
Mit der Oberfräse dann die Form eingetieft und die beiden Häften mit einer Schraube drehbar verschlossen.
 Die Schale ist aus Rosskastanienholz, die beiden Ringe ebenfalls Kastanie und Weissdorn.
Die Ringe sollten Armbänder werden, bzw. Versuch einer Vorbereitung für einen workshop, aber ausser dass ich mich wieder einmal geschnitten habe ist nichts dabei herausgekommen, sobald die Holzringe ihre klobige Form verlieren werden sie so bruchempfindlich, dass noch kein einziger meine Bemühungen bis zum Schluss überlebt hat. Irgendetwas mach ich hier vollkommen verkehrt.
 Zum Tagesabschluss nun eine Arbeit für meinen Nachbarn, der im Spätherbst seinen Zwetschgenbaum fällen lies. Ich habe mir von ihm einen Stammabschnitt erbeten und ihm dafür eine Schale versprochen, die zweite Schale aus dem Stammstück ist dann für mich.
Zwetschge gespalten
Also hier nun in der Reihenfolge die Zwetschgenschale:
Zwetschge gehobelt

Rohling, mit Bildhauerstemmeisen herausgearbeitet
geglättet und geölt

das Endprodukt, Schale aus Zwetschgenholz, fertig zum Verschenken